Ist Zirkonoxid radioaktiv?
In der Medizintechnik verwendetes Zirkonoxid ist natürlich nicht radioaktiv. Das identische Material ist seit 25 Jahren in über 1.8 Mio. Hüftgelenken und in Hunderttausenden Wurzelstiften, Kronen, Brücken und Abutments in Verwendung und muss sich als Implantatwerkstoff auch einem regelmäßig Radioaktivitätsmonitoring unterziehen. Der Grenzwert ist in der norm ISO 13356: 2008 festgelegt. Die Einhaltung der Grenzwerte wird durch den Materiallieferanten regelmässig geprüft und bestätigt.
Wie hoch ist die Stabilität der Z-Lock Implantate im Vergleich zu Titanimplantaten?
Im Vergleich zu Titan hat Zirkonoxid ZrO2 TZP-A-BIO HIP eine wesentlich höhere Biegefestigkeit. Diese liegt bei 1'200 – 1'500 MPa. Titan hat im Vergleich hierzu nur 400 MPa. Trotz der anfänglichen Materialermüdung um rund 30% pendelt sich dann die Langzeitstabilität des für ZLock verwendeten Zirkonoxides bei ca. 800 MPa - also auf einem wesentlich höheren Niveau als Titan -ein. Durch die Einteiligkeit des Systems wird die Stabilität nochmals um ca. 100 bis 200% erhöht, da die geringe Wandstärke von mehrteiligen Implantaten vermieden wird.
Ist Zirkon nicht ein Metall?
Richtig! Deshalb sollten wir in der Zahnmedizin dieses Wort nicht verwenden, sondern so wie wir auch nicht von Aluminuiminlays, sondern von Aluminiumoxid-Inlays sprechen nur das Wort „Zirkonoxid“ verwenden.
Was bedeuten die Bezeichnungen „HIP“ ,„TZP“ und „ATZ“?
Das „HIPpen“ steht für „Hot Isostatic Post compaction“, was bedeutet, dass das Material nach dem Sinterprozess in einem Ofen nochmals für drei Tage bei 1.500 bar nachverdichtet werden, was die physikalischen Eigenschaften deutlich erhöht. „TZP“ bedeutet „Tetragonales Zirkonoxid Polykristallin“ und steht für das Material, welches für die Herstellung der Z-Lock Implantate verwendet wird. „ATZ“ steht für „Aluminia toughened Zirconia“, also durch Aluminiumoxid verstärktes Zirkonoxid, welches für die Bohrer und Gewindeschneider Z-Tools Anwendung findet. Dieses Material hat eine nochmals deutlich erhöhte Biegefestigkeit um die 2.000 MPa und ist bislang noch nicht für Implantate zugelassen.
Sind die Gesamtkosten für den Patienten höher als bei Titanimplantaten?
Nein. Der zwar hohe Implantatpreis von rund 500 € relativiert sich, da keinerlei zusätzliche Materialkosten auf den Patienten zukommen. Qualitätstitansysteme kommen mit Deckschraube, Gingivaformer, Coping, Laboranalog, Titanabutment und Okklusalschraube auch auf knapp 500 €. Verwendet man ein Zirkonoxid-Abutment, sob erreichen die Materialkosten sogar einen Bereich um die 700 €.